Die 5 besten
Sex-Podcasts

Sie reden über Sex. Und zwar so richtig. Ganz ohne Blatt vorm Mund oder peinliche Rot-werd-Räusperer. Eher so krachend ehrlich, ungewohnt offen, ziemlich witzig, oft informativ. Deutschlands Sex-Podcaster: Ganz fantastisch finden wir die. Weil über Sex sprechen niemals verkehrt sein kann, sondern vielmehr ziemlich wichtig ist. Aufklärung und so. Es denkt zwar jeder, „Ach, ich weiß doch alles”, aber nix da. Die meisten wissen viel zu wenig. Das sollte sich schnellstens ändern. Also sperrt die Lauscher auf, denn wir haben für euch unsere fünf liebsten deutschen Sex-Podcasts zusammengestellt, die nicht nur erklären, sondern Unterhaltung vom Feinsten bieten:

NO.1 Im Namen der Hose – Der Sex-Podcast von PULS
Allein der Name! Genau mein Humor. Ariane Alter und Linda Becker haben mich sofort gekriegt. Die beiden sind so krass witzig. Wenn sie über Sextoys, Pannen im Bett, Knutschen oder Orgasmuszwang reden, wird’s nie langweilig. Das Beste: Man lernt dabei noch was. Neben den persönlichen Erfahrungen der zwei Sex-Talkerinnen, gibt’s nämlich immer fundierte Experten-Meinungen dazu. Was ich noch mag: Der Podcast ist super interaktiv. Bei vielen Themen sind männliche Gäste am Start, die ihre Sicht der Dinge erklären und zu Anfang jeder Folge werden erstmal Stimmen von der Straße abgefragt.

Lieblingsfolge:
Auf jeden Fall die Sexpannenfolge. Ich sag euch, ihr werdet lachen. Ziemlich viel und laut. Stichwort „Penis im Nutellaglas” oder „Scheiblettenkäse”. Meine Gesprächsthemen für die nächsten Parties sind schonmal gesichert.

NO.2 Besser als Sex
Nix für Zartbesaitete: Ines Anioli & Leila Lowfire sind die wohl schmerzfreisten Podcasterinnen, die es in Deutschland gibt. Absolut hemmungslos und sowas von In your Face. Aus der letzten Folge sind bei mir„Super Food Muschi Nektar” und„Sich das Augenlicht ersquirten” hängen geblieben. Die beiden sind so krass politisch unkorrekt, aber ich liebe es, dass Ines und Leila null kümmert, was die Leute über sie denken. Zwei Frauen, die ohne viel nachzudenken über Sex reden und gar nich großartig überlegt, sondern eben so wie Freundinnen sich miteinander unterhalten … Na ja, Freundinnen, die manchmal ziemlich vulgär unterwegs sind – kann man mögen, muss man nicht. Ich mag’s und finde ihre Direktheit ziemlich gut.

Lieblingsfolge:
Die absurdesten Sexstellungen. Ich hab aufm Boden gelegen und mich totgelacht. Sowohl auf meinem Heimweg im Zug, als auch auf offener Straße. Was Ines und Leila nämlich echt drauf haben, ist so anschaulich und lustig zu erzählen, dass es knallt.

NO.3 Ist das normal? – Der Sex-Podcast von Zeit Online
Achtung, jetzt wird’s wissenschaftlich: Bei „Ist das normal?” tauschen sich die Zeit-Online-Redakteure Sven Stockrahm und Alina Schadwinkel jede Woche mit der Sexualtherapeutin Melanie Büttner aus. Hier geht’s nicht um eigene Meinung, sondern darum Themen wie Sexsucht, Pornografie, Fetisch oder Masturbation sachlich zu betrachten und darüber aufzuklären. Wenn’s zu viel zu sagen gibt, wird auch gerne mal ne zwei- bis dreifolgige Serie draus. Ich muss zugeben, der Unterhaltungsfaktor ist nicht der Größte, dafür lernt man ziemlich viel. Danach seid ihr aufgeklärt, verlasst euch drauf! Wer keine Lust auf 45 Minuten Zuhören hat, dem empfehl ich die “Quickies”: In 5 bis 15 Minuten werden da sexuelle Phänomene, Fachbegriffe, oder Hörerfragen geklärt. Ihr wolltet schon immer wissen, ob man für Sex zu feucht sein oder auf Sperma allergisch reagieren kann? Dann hört mal rein.

Lieblingsfolge:
Worauf muss ich bei der Intimrasur achten. Ihr so: What? Ich so: Ja! Klingt vielleicht komisch, aber die Ursprünge der Intimrasur und die gesellschaftliche Phänomene dahinter zu verstehen, ist echt interessant. Und mal ehrlich: Sich von ner Fachfrau erklären zu lassen, wie das eigentlich so richtig geht mit der Rasur und was man besser lassen sollte, kann wirklich nicht schaden.

NO.4 Beste Freundinnen
Mädels, zieht euch warm an: Max und Jakob sind schonungslos ehrlich und erzählen schon seit mehr als 100 Folgen, was Männer so denken, über Sex, über Liebe, über Beziehungen, über Dating und so einiges mehr. Wann wird ne Frau uninteressant? Wieso machen sie’s sich manchmal lieber selbst als ihrer Freundin? Warum sind für Männer One Night Stands so geil? Ihr merkt schon, es geht ans Eingemachte. Aussagen, die manche Frauen bestimmt so gar nicht gerne hören wollen, inklusive. Ich persönlich hab’s mit Stimmen und höre den beiden Jungs einfach super gerne zu. Selten so eloquente Menschen erlebt. Aber klar, hier krieg ich auch die Sicht der Dinge aufm Silbertablett serviert, über die ich mir schon oft genug den Kopf zerbrochen hab. Allen, denen es genauso geht: Viel Spaß bei den ungefähr 4.000 Podcast-Minuten, die Max und Jakob schon aufgenommen haben.

Lieblingsfolge
Kann ich gar nicht sagen. Ich finde die Gedanken der beiden eigentlich immer interessant. Und lehrreich.

NO.5 F**k Forward – Sex in 1LIVE
Seit Anfang des Jahres redet Radio-Moderatorin und -Autorin Catrin Altzschner mit wechselnden Gästen über Sex. Ich würde sagen, „F**k Forward” ist perfekt für alle, die so’n bisschen Unterhaltung wollen, aber vor allem Dinge erfahren möchten. Es geht nicht so hart zur Sache wie bei „Besser als Sex” oder „Im Namen der Hose”, aber es gibt ganz viel persönliche Erfahrung gepaart mit Expertenwissen und Hörermeinung. Mir gefällt’s. Das einzig Nervige: Weil nicht alles jugendfrei ist, kann man einige der Folgen nur zwischen 22.00 und 6.00 Uhr hören. 

Lieblingsfolge:
Männer im Bett. Warum? Also erstens bin ich ne Frau. Klar interessiert mich die Männer-Perspektive. Und zweitens dreht es sich in der Folge auch ganz viel um Zwischenmenschliches und Kommunikation (s.oben). Was denkt der Mann? Was denkt die Frau? Was ist Klischee, was nicht und wie kommen wir da gemeinsam ans Ziel? In zweierlei Hinsicht. 😉

Hier geht’s zum Podcast.

Falls ihr denkt, ich habe hier noch n paar Sahnehäubchen des Podcast-Tortenhimmels vergessen, schreibt uns mal. Gibt’s zum Beispiel nen guten Gay-Podcast? Oder einen, den ein Paar zusammen macht? Würde uns interessieren. Wir sind zwar nicht allwissend, aber offen für viel Neues.

 

Foto: Charles Deluvio via Unsplash

Kerstin Buddendiek, Co-Founder Jubel Trubel Zweisamkeit

Text: Kerstin

Jubel Trubel Zweisamkeit-Gründerin und Verkupplungskünstlerin. Dazu Komplimente-Tourette und ein Lidstrich, der ewig hält – wenn das keine geile Mischung ist?! Neben ihrem Ruhepol-Dasein hat sie ‘nen ziemlichen Plan von Influencern und Social Media Shizzle. War früher ganz klares Unternehmensseite-Kind, hat dann aber doch das Freelancen für sich entdeckt. Größtes Anliegen: Bitte mal „Ich hab noch nie …” spielen. Wer macht mit?

Veröffentlicht am 10. Oktober 2018
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