Warum miese Dates
was Gutes haben

Niemand, wirklich niemand, hat Lust auf ein mieses Date. Aber besonders beim Online-Dating kann es schonmal echt böse Überraschungen geben. Wenn du jemanden triffst, den du vorher noch nie gesehen hast, liegt die Chance für Flop oder Top wohl so bei 50:50. Und jetzt? Risiko oder doch lieber home alone? Wir sagen dir, miese Dates sind richtig unschön, aber Angst davor haben, solltest du trotzdem nicht. Wir spreche da aus Erfahrung. Denn wenn wir eine Sache in unseren Dating-Karrieren gelernt haben, ist es, selbst wenn dein Date auf ‘ner Skala von schlecht bis furchtbar, alles schlägt: Du wirst es überleben. Und um dem Ganzen einen Sinn zu geben, haben wir ein paar Gründe zusammengestellt, wieso sich auch die miesesten Verabredungen lohnen können:

1. Das nächste Mal wirst du es besser machen:
Fangen wir mal von hinten an. Es gibt so ein paar Taktiken, mit denen man sich davor schützen kann, in nem miesen Date hängen zu bleiben. Du weißt zum Beispiel nicht, wie du den Absprung findest? Beim nächsten Mal kündigst du von Vornherein an, dass du nur ne Stunde Zeit hast. Du kamst auf die Art, wie dein Gegenüber geredet hat, so gar nicht klar? Wie gut, dass es Sprachnachrichten gibt, in denen man das vorher abchecken kann. Oops, du hattest nen allergischen Schock im Restaurant (Ja, ja, unwahrscheinlich). Dann wird’s eben ab jetzt eher zusammen trinken statt essen gehen. Zumindest beim ersten Treffen.

2. Du lernst, wie du dich in richtig blöden Situationen verhältst:
Ja, wir wissen es, niemand hat in seiner Freizeit Lust auf nervige Konflikte, aber sieh es doch mal als Übung – Achtung, das wird jetzt belehrend klingen – denn zum Leben gehören nunmal solche Augenblicke dazu. Im Job, in der Familie, mit Freunden. Und bei miesen Verabredungen kann man lernen, damit umzugehen. Dein Date sieht zum Beispiel überhaupt nicht so aus wie auf den Fotos. Dann nimm deinen Mut zusammen und sprich es aus. Oder es herrscht stille Messe, weil ihr euch so gar nix zu sagen habt. Sei ehrlich und beende die Verabredung. Der- oder diejenige ist unhöflich und vielleicht sogar beleidigend dir gegenüber? Bitte ihn oder sie, damit aufzuhören. Auch wenn dich das Überwindung kostet. Ich wette, danach bist du stolz auf dich und vielleicht fällt’s dir dann beim nächsten Mal auch leichter, deinem Chef zu sagen, wenn dir etwas gar nicht passt oder dich ein Freund durch sein Verhalten verletzt.
Und weißt du, was das Beste ist? Du musst dir später keine Gedanken darüber machen, was dein Ex-Date über dich denkt. Kann dir ja egal sein. Na ja, freundlich bleiben solltest du natürlich trotzdem. Willst ja selbst noch in den Spiegel gucken können, oder?

3. Du guckst mal wieder von deinem Smartphone hoch:
Ja genau. Du weißt ja, was wir denken: Digital ist geil. Real aber besser. Deshalb kann es auf keinen Fall schaden, sich mit einem Menschen zu verabreden und für kurze Zeit mal das Handy wegzulegen. So nach dem Motto “Nicht in der Masse von Smartphone-Zombies untergehen”. Es gibt, sie nämlich, diese halb miesen Dates, die dir trotzdem helfen, mal wieder etwas sozialer zu werden. Solange du nicht das größte Arschloch unter der Sonne datest, sollte dir jeder die Zeit für ein Kölsch wert sein. In Menschlichkeit und Toleranz könnten wir nämlich fast alle etwas Nachhilfe gebrauchen. Ihr habt einfach nicht die gleichen Interessen oder du findest dein Gegenüber null anziehend? So what! Mach das Beste draus. Geh auf die Gesprächsthemen des anderen ein, übe dich ein bisschen in Smalltalk, finde vielleicht andere Dinge, die euch abseits von Amorösitäten verbinden. Und da wir ziemlich viele Stunden des Tages damit verbringen uns durch Instagram zu scrollen, bei What’sApp abzuhängen oder irgendwelche Serien zu suchten, ist ne echte Unterhaltung doch eigentlich eine ganz schöne Abwechslung.

4. Du hast ‘ne wirklich gute Geschichte zu erzählen:
Miese Dating-Situationen sorgen für ziemlich gute Lacher und zwar überall. Vielleicht ist deine Geschichte ja sogar so witzig, dass sie zum Eisbrecher beim nächsten Date wird. Erzähl doch mal von dem Typen, der während des Essens in der Nase gepopelt hat. Oder dem Mädchen, das dir eure kompletten Cocktails übergekippt hat – und das zweimal. Oder dem Kerl, dessen ganzer Stolz seine weißen Lackschuhe waren. Oder von der Frau, die die ganze Zeit mit ihrer Freundin telefoniert hat. Und so weiter. Merkste, oder? Schlechtes Date = Gute Geschichte.

5. Du wirst ein gutes Date so richtig zu schätzen wissen:
Mal ehrlich, der Mensch ist bescheuert. Denn wir sind erst so wirklich dankbar für das Beste, wenn wir vorher das Schlechteste kennengelernt haben. Deshalb: Wenn du jemand richtig Tolles triffst, wird es sich bombastisch anfühlen – nicht zuletzt weil du die schlimmsten Verabredungen schon hinter dich gebracht hast. Und wenn ihr euch dann trefft, muss es vielleicht gar nicht mehr das kitschigste Hollywood-Momente-Date eurer Träume sein. Dann reicht es schon, wenn die Chemie zwischen euch stimmt, ihr euch viel zu erzählen habt, du irgendwann das Gefühl hast, du musst den anderen unbedingt berühren und eure Zeit vielleicht mit dem berühmten Abschiedskuss beendet wird. Oder es läuft ganz anders, wer weiß das schon. Eines ist auf jeden Fall sicher: Du wirst es genießen.

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Foto: Jared Sluyter via Unsplash

Kerstin Buddendiek, Co-Founder Jubel Trubel Zweisamkeit

Text: Kerstin

Jubel Trubel Zweisamkeit-Gründerin und Verkupplungskünstlerin. Dazu Komplimente-Tourette und ein Lidstrich, der ewig hält – wenn das keine geile Mischung ist?! Neben ihrem Ruhepol-Dasein hat sie ‘nen ziemlichen Plan von Influencern und Social Media Shizzle. War früher ganz klares Unternehmensseite-Kind, hat dann aber doch das Freelancen für sich entdeckt. Größtes Anliegen: Bitte mal „Ich hab noch nie …” spielen. Wer macht mit?

Veröffentlicht am 22. Juni 2018
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